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Massaer Diouf
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Niedersonthofen 2006
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Niedersonthofen mit Massaer - ein kleiner Bericht.


„Wie nur dem ganzen Stress entfliehen?“, fragte ich mich im Mai 2006 mehrfach. Ich hatte viel um die Ohren, kaum Zeit für mich und überhaupt, ich spürte, dass ich etwas - dass ich mich bewegen mußte.

Massaer habe ich bei einer Veranstaltung, die ich moderierte kennengelernt. Seine Energie und Lebensfreude steckten mich schnell an, seine Darbietungen auf der Bühne waren atemberaubend,  und als mir Katharina vom Tanz- und Trommel-Workshop im Allgäu erzählte, war mir klar: das ist es!
 
Mit Sack und Pack (meine 2 Kids) fuhr ich dann nach Niedersonthofen und ließ alles auf mich zukommen. Es war für mich das erste Mal, hatte davor immer nur zugesehen.

Allein schon das Ambiente war wunderschön. Ein Hof mitten im Allgäu mit Blick auf den Niedersonthofener See. Sattes Grün und unendliche Stille.....bis die Trommler kamen.

Massaer  hat eine wunderbare Trommler-Gruppe zusammengestellt.
Wenn die Jungs loslegten, konnte keiner mehr still stehen. Egal ob Anfänger oder Fortgeschrittene - wir alle fühlten die besondere Energie, die beim Tanzen freigesetzt wird.
Tänzer und Trommler verschmelzten mit jeder Minute zu einer Einheit. Die Tanzfolgen waren auch schwer und mit Sicherheit dauert es noch eine Weile bis ich sagen kann: hey - der Groschen ist gefallen, jetzt ist der Kopf ausgeschaltet und der Körper ist losgelöst von allen Gedanken und macht einfach.  Aber wie gesagt: das Lebensgefühl wurde so was von wach gerüttelt, dass es mir danach so gut wie lange nicht mehr ging.

Aber nicht nur das Tanzen machte Freude. Das gemeinsame Trommeln - auch davon hatte null Ahnung - war eine sehr wertvolle Erfahrung.  Nach schon einer Stunde hatte ich einige Grundschläge gelernt und die Gruppe trommelte gemeinsam - ich mit Dauergrinsen im Gesicht. Herrlich.

Für das leibliche Wohl sorgte unser afrikanischer Künstler am Herd. Abends saßen wir noch gemeinsam um ein Lagerfeuer, es wurde gesungen und jeder hatte eine Geschichte zu erzählen. Sehr nette Menschen habe ich an diesem Wochenende kennen gelernt.

Und die Kids? Die wollten gar nicht mehr weg.  Andere Teilnehmer hatten auch Kinder dabei und alle sausten den ganzen Tag auf dem Hof herum - natürlich afrikanisch. Zwischendurch tanzten sie mit, trommelten oder spielten mit Isma oder Massaer verstecken.

Es tut gut sich ab und zu auf Unbekanntes einzulassen und ein Stück Afrika zu leben....und für mich ist klar: nächstes Jahr fahre ich nach Afrika!

Katja Keller
 
Massaer Diouf